
Angebote für Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind ein Zusammenschluss von Menschen, die die gleiche Krankheit haben oder sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Alle Teilnehmenden engagieren sich freiwillig und ehrenamtlich in ihrer Gruppe. Gerade für diejenigen, die die Selbsthilfegruppe leiten oder andere zentrale Rollen übernehmen, kann das eine ganz schöne Herausforderung sein. Auch die Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe fällt vielen Interessierten zunächst schwer und sie wünschen sich Unterstützung.
Egal, ob Sie mit Ihrer bereits länger etablierten Selbsthilfegruppe professionellen Rat benötigen oder Hilfe bei der Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe suchen: Bei uns, der Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund, sind Sie an der richtigen Stelle!
Dabei und damit unterstützen wir Sie:
Sie suchen neue Mitglieder für Ihre Gruppe? Wir helfen Ihnen dabei mit Tipps, Arbeitshilfen, Aktionen und Vernetzung, Ihre Selbsthilfegruppe in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Sprechen Sie sich mit uns ab, welche Kanäle Sie nutzen möchten, um Mitglieder für Gruppen zu gewinnen. Gerne nehmen wir Sie auch im Selbsthilfenetz auf, dem Selbsthilfe-Suchportal des Paritätischen NRW.
Eine Selbsthilfegruppe lebt von den Gesprächen ihrer Teilnehmenden. Wir geben Ihnen Anregungen für die Gestaltung Ihrer Gruppentreffen, beraten bei Schwierigkeiten und Konflikten und geben Gruppenleiter*innen und anderen Mitgliedern in besonderen Funktionen die Möglichkeit, an einer Supervision teilzunehmen. Außerdem bieten wir Ihnen zahlreiche Leitfäden, Gesprächshilfen und Methodensammlungen an.
Wir bringen Sie mit anderen Selbsthilfegruppen zusammen, damit Sie sich über Ihre Arbeit, Ihre Erfahrungen, Probleme und Ideen austauschen können.
Wir veranstalten regelmäßig Fortbildungen und Workshops zu verschiedenen Selbsthilfe-Themen.
Termine von Veranstaltungen der Dortmunder Kontaktstelle finden Sie in der Veranstaltungsübersicht.
Die bei der Paritätischen Akademie NRW angesiedelte Selbsthilfe-Akademie NRW bietet außerdem überregional kostenfreie Seminare für Selbsthilfe-Aktive an.
Selbsthilfegruppen in Dortmund können über die gesetzlichen Krankenkassen in NRW (GKV) oder über den Förderfonds Selbsthilfe der Stadt Dortmund gefördert werden.
Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen in NRW (GKV):
Seit vielen Jahren unterstützen und fördern die gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen die Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch immaterielle und finanzielle Hilfen. Selbsthilfegruppen können beispielsweise für wiederkehrende Aufwendungen wie Raummiete, Büromaterialien, Werbemedien oder auch Seminare und Fortbildungen eine Förderung erhalten. Diese Art der finanziellen Unterstützung nennt sich Pauschalförderung. Aber auch einmalige, zeitlich begrenzte Vorhaben, wie zum Beispiel ein Selbsthilfetag, Jubiläum oder eine Aktivität mit Gesundheitsbezug, werden von den Krankenkassen unterstützt – dann im Rahmen der Projektförderung.
Auf der Internetseite der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Selbsthilfeförderung in NRW finden Sie grundlegende Informationen rund um das Förderverfahren, die Rahmenbedingungen und Ansprechpersonen sowie die entsprechenden Antragsformulare. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund berät und unterstützt in allen Fragen der Förderung von der Beantragung bis hin zum Verwendungsnachweis.
Förderung durch den Förderfonds Selbsthilfe der Stadt Dortmund:
Die Stadt Dortmund unterstützt und fördert Dortmunder Selbsthilfegruppen auch durch einen Selbsthilfe-Förderfonds. Diese Fördermöglichkeit ist besonders interessant für diejenigen Gruppen, die als soziale Selbsthilfegruppen keine Ansprüche auf Förderung durch die Krankenkassen haben.
Anträge können für das laufende Kalenderjahr ganzjährig gestellt werden - spätestens aber bis zum 30. November eines Jahres. Anträge, die bis zum 31. Mai jeden Jahres eingehen, werden bereits in der ersten Sitzung (von zwei Sitzungen) des Jahres besprochen. Mehr Informationen finden Sie im PDF "Selbsthilfeförderung durch den Städtischen Förderfonds". Einen Antrag stelllen können Sie mit dem PDF "Antrag auf Gewährung eines Zuschusses aus dem Selbsthilfefördertopf".
Selbsthilfegruppen benötigen adäquate Räume für ihre Gruppentreffen, für Vorstands- und Arbeitstreffen, persönliche Gespräche und andere Aktivitäten. Wir können Ihnen dabei helfen, passende Räume zu finden – bei uns in der Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund oder an anderen Tagungsorten.
Zur Unterstützung der Selbsthilfearbeit bieten wir verschiedene Materialien und technische Ausstattung im Verleih an. Neben Spielen zur Gruppenarbeit können eine mobile Lautsprecheranlage mit zwei Funk-Mikros, ein Beamer, Tablets und zwei RollUps von allen Dortmunder Selbsthilfegruppen ausgeliehen werden.
Weitere Informationen finden Sie im PDF "Ausleihe an Dortmunder Selbsthilfegruppen".
Mit Tipps, Arbeitshilfen, Aktionen und Vernetzung helfen wir Ihnen dabei, Ihre Selbsthilfegruppe in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.
Wenn in der Selbsthilfe personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, müssen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umgesetzt werden. Auch Selbsthilfegruppen sind dann verpflichtet, sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um einen angemessenen Schutz dieser Daten zu gewährleisten.
Gruppen finden bei der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) eine Umsetzungshilfe.
Bürgerschaftlich Engagierte - und dazu gehören Aktive in Selbsthilfegruppen - benötigen Sicherheit. Dabei stehen Haftpflicht- und Unfallversicherung im Vordergrund. Hier finden Sie Informationen zu diesem Thema zusammengestellt von der Koordination für die Selbsthilfe-Unterstützung in NRW hat zum Thema Versicherungsschutz in Selbsthilfegruppen Informationen zusammengestellt.
Im Vordergrund stehen Haftpflicht- und Unfallversicherung. Es gibt keinen allgemein-verbindliche Versicherungsweg; die Art der Leistung ist abhängig von der individuellen Situation.
Mehr zum Versicherungsschutz für Selbsthilfegruppen lesen Sie auf der Internetseite von KOSKON.
Die Selbsthilfegruppen wählen regelmäßig aus dem Kreis der Selbsthilfe-Aktiven zwei Personen, die die gemeinschaftliche Selbsthilfe in Dortmund nach außen vertreten. Sie nehmen als Vertreter*innen der Selbsthilfe beispielsweise an der kommunalen Gesundheitskonferenz teil. Sie sind aber genauso innerhalb der Selbsthilfe Ansprechpartner*innen der Gruppen, um diese mit ihren Erfahrungen beispielsweise bei Gruppenthemen zu beraten.
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